Mit dem Wohnmobil nach Murmansk 2016

Eine Reise mit einem gemieteten Wohnmobil über Polen, Ukraine, Weissrussland, Litauen, Oblast Kaliningrad, Lettland, Estland, Russland und über Skandinavien zurück.

Hier sollt ihr erfahren wie es uns so ergangen ist, welche Schwierigkeiten es geben könnte und wie man doch ganz gut alleine zurecht kommt.
Angefangen hat alles im Oktober 2015, als die Frage aufkam, wohin nächstes Jahr? Wir sind unter anderem auch dem Geocaching und Munzee verfallen (wer nicht weiß was das ist und was es bezweckt, kann ruhig Tante Google bemühen, ich will hier nicht weiter darauf eingehen) und in diesen Ländern waren wir noch nicht. Somit war die Idee geboren!

Einmal Grillen in Murmansk! (eher bei, in der Stadt macht sich das so schlecht)

Nachdem mit der Vermietung alles klar war (grüne Versicherungskarte), habe ich mich um die Visa für Weißrussland und Russland bemüht. Einladungen, Versicherung und was man alles dafür braucht. Mein Ziel war es, alles über einen normalen Weg hinzubekommen. Es geht auch über Agenturen, aber hier waren mir die Kosten etwas unverschämt hoch. Wie es wirklich einfach funktioniert, werde ich am Schluss zusammenfassen.
Für uns war es eine wunderbare, interessante und ereignisreiche Schnupperreise. Es steht schon fest, bestimmte Länder werden wir in Ruhe noch einmal besuchen und uns auf alle Fälle mehr Zeit nehmen. Dazu wird Russland gehören sowie Weißrussland.

Die angegebenen Orte sind immer unsere Übernachtungsplätze. So, los geht’s:

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Freitag, 8. Juli 2016, 20:58 MESZ

Am See 53, Kloster Lehnin, Brandenburg, Deutschland • 18°C Partly Cloudy

Früh halb neun von zu Hause los. Um 12 Uhr wollten wir das Womo übernehmen. Einweisung und Umladen war in anderthalb Stunden erledigt. Nun hieß es nur noch Proviant fassen und dann ab in Richtung Osten. Weit gefehlt.
Nach nur 10 km hatte der Himmel alle Schleusen geöffnet. Kein Vorwärtskommen. Mit nur 20 km/h über die unter Wasser stehende Landstraße geschlichen. Und da war doch noch was… ein Riesenstau, den wir vormittags schon auf der Hinfahrt gesehen hatten. Da mussten wir lang und die Meldungen ließen nicht nach. Navi überfordert, die Copilotin – mein Frauchen – hatte alle Hände zu tun, da die restlichen Straßen überfüllt oder wegen Baumaßnahmen gesperrt waren. Bis gegen 20 Uhr hatten wir gerade mal 270 km geschafft und das mit Umwegen. Doch in der Nähe gab es einen gemütlichen Stellplatz mit Strom – Stellplatz in Netzen. Keiner hatte mehr Lust noch Essen zu machen und so ging es ab in den Gasthof. Lecker Essen, frisches Bier vom Fass und damit war auch gleich der Platz mit bezahlt. Ab ins Bett und morgen auf ein Neues. Der Osten ist das Ziel…
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Netzen am See

 

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Als Alternative zum Womo?


Samstag, 9. Juli 2016, 21:58 MESZ

97-320, Wolbórz, Lodz, Polen • 17°C Partly Cloudy

Bei Zeiten los, noch schnell im Baumarkt vorbei, weil wir zwei gleiche Adapterkabel hatten. Komplett gab es das nicht. Also Einzelteile kaufen und selber zusammenschrauben. Erledigt und los. Auf dem Berliner Ring ging es recht zügig voran. Kurz vor Briesen war wieder Schluss. Es hatte gerade vor uns einen mächtigen Unfall gegeben. Also bis zur Abfahrt durchgemogelt und die U-Strecke genommen. Ha, auf die Idee sind noch viele andere gekommen, aber es rollte wenigstens.

Was tönte da aus dem Lautsprecher, 20 km Stau an der Grenze zu Polen. Kontrolle der Grenzer wegen dem Gipfel in Warschau und dem Papstbesuch. Also wieder Arbeit für die Copilotin. Alle ausgetrickst und ohne Kontrolle über die Stadtbrücke in Frankfurt (Oder), ein bissel Landstraße und ab auf die fast leere Autobahn A2 in Richtung Warschau.

Da war doch noch was wegen Maut. Aber kein Problem, entweder Ticket ziehen und am Ende bezahlen oder schon vorher bezahlen. Dies ist abhängig davon, ob die Strecke vom Staat oder ein privater Investor die AB gebaut hat. Nach gut 600 km wurde es Zeit einen Campingplatz zu suchen.

Ups, hier gab es keine und wenn, waren diese verlassen oder verfallen. Nach einem kleinen Ausflug abseits von den Hauptstraßen wurden wir durch Zufall auf ein Schild aufmerksam und folgten diesem. Wirklich, ein kleiner CP mit Strom, Wasser und Toiletten, sowie einem kleinen Kiosk. Hier waren wir fast ganz alleine. Der CP ist nirgends verzeichnet und lässt sich auch über Internet und OSM nicht finden. Ein freundlicher Betreiber, der sogar ein wenig deutsch spricht, nahm uns in Empfang. Hier hätten wir sowas nicht vermutet. Ein kleiner Lichtblick nach dem vergangenen Tag. Schnell Abendbrot gemacht, bissel EM der Leichtathletik geguckt und ab in die Koje. Mal sehen was noch so kommt. Ukraine ist unser erstes Ziel…

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Fast alleine hier…


Sonntag, 10. Juli 2016, 12:00 OESZ

Shats’kyi rayon, Oblast Wolhynien, Ukraine • 20°C Mostly Cloudy

Kurz nach neun war alles startklar. Wasser gebunkert und mal die sanitären Anlagen inspiziert. Na ja, irgendwie ist hier die Zeit stehen geblieben. Aber zum Übernachten mit Strom und Wasser allemal geeignet. Freundliche Verabschiedung und rauf auf die “gepflegten” Straßen. Hierzu muss man sagen, die Hauptverkehrswege sind in sehr gutem Zustand, die abgelegenen Regionen, na ja. Weiter gings in Richtung Radom, Lublin, hin bis zur ukrainischen Grenze.

Der Weg bis dahin zeigt eine Landschaft wie in Brandenburg, zumindest haben wir uns so gefühlt. Auf den Schnellstraßen findet man des öfteren Tankstellen mit BUS-WC. Hier kann man entsorgen und hat man einen passenden Vierkant, auch Frischwasser bunkern. Bei Dorohusk ging es in Richtung Grenze und wir hatten Glück, nicht viel los. Nicht gleich die EU-Spur gefunden, einen kleinen Hinweis bekommen und die Pässe auf polnischer Seite vorgezeigt und erst einmal gewartet. Natürlich wollte man auch die Fahrzeugpapiere haben und weg war der Zöllner…

Nach ca. 20 Minuten hatten wir alles wieder, besser gesagt es wurde uns gebracht. Schwups über die neutrale Zone zur ukrainischen Eingangskontrolle. Lange keine russischen Wortlaute mehr gehört, also nix verstanden was man von uns wollte. Was für Fahrzeug, wieviel Personen, soweit war das klar. Meldezettel in Empfang genommen und weiter gings. Wohin? Rechts links? Links ein Schild 2m Höhenbegrenzung, also rechts lang. Nächste Station Zollkontrolle, Kauderwelsch verstanden, aber zum Schluss war klar, falsche Spur. Also Rückwärtsgang, 500m zurück und die 2m Höhenbegrenzungsschilder von staatlicher Seite ignoriert. Dann wurde vom selben Grenzer das Womo einer genauen Kontrolle unterzogen. Alles ok! Alkohol und Zigaretten lagen auch offiziell versteckt. Ja, wir hatten etwas mehr mit. Ab zur Passkontrolle.

Hier ist es nicht so wie man es sonst kennt. Hier heißt es selber die richtigen Häuschen zu suchen und sich anstellen. Natürlich stand ich erst am falschen. Also nochmal anstellen. Alle meine Vorgänger standen mit einer handvoll Pässen da, ich durfte die Copilotin aus dem Auto jagen, damit sie vorstellig wird.

Dann nahm das Drama seinen Lauf. Wir waren mit einem Bürstner Nexxo unterwegs, so steht es auch in den Kfz-Papieren. Nur der Zöllner kannte sowas nicht. Fiat wurde gar nicht akzeptiert, steht nicht im Dokument. Na tolle Wurst! Am Anfang verstand dieser gute Mensch noch ein wenig englisch, aber dann nicht mehr. Mietvertrag, meine selber erstellte Vollmacht vorgekramt und ein paar russische Worte fallen lassen. Jetzt wollte er meine Adresse wissen, da sie nicht im Pass steht. An dieser Stelle musste ich die Copilotin ins Womo verweisen, denn sie wurde langsam laut und das wollte die Beamtenperson gar nicht hören…

Nach einigen Wortgeplänkel hin und her bekamen wir unser Pässe und den ersehnten Stempel auf dem Laufzettel. Ab zur letzten Station, Laufzettel abgeben. Geschafft. Juhu, im zweiten Versuch die ukrainische Grenze passiert. Auf nach Schazk zu den Seen! Unsere “Schätze” suchen. Wer etwas mit Geocaching anzufangen weiß, wird das verstehen… Die Straßen sind eine Wucht, alles scherbelt, klappert und manches fällt sogar ab. Ob man Bürstner mal ein paar Tipps geben sollte? Egal… Mitten im langsamen dahinpoltern, Kontrolle…

Nein, es war der Eingang zum Nationalpark. Hier wollte man das Eintrittsgeld für Fahrzeug und Personen kassieren. Da wir meist ohne der Währung des entsprechendes Landes fahren, machen wir meist später, gab es ein wenig hin und her. Zum Schluss durften wir auch so passieren. In Schazk wurden wir von kläffenden Hunden und erstaunten Anwohnern begrüßt. An der alten Radarstation fanden wir unseren “Schatz” und bekamen auch einen Hinweis auf einen CP.

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Das war zwar für einen Radweg beschildert, gefunden haben wir den Ort trotzdem, maps.me sei gedankt (App für iOS). Der Weg dahin ist für Womos eigentlich nicht geeignet. Hier heißt es, traue dich -:)

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Und der Weg hat sich gelohnt. Hier ist alles noch imAufbau, aber zum Übernachten total geeignet. Man steht sicher und ruhig, und kann das EM Finale mit einer laut kommentierenden Ehefrau, welche totaler Portugal-Fan ist, aber auch Ahnung von Fußball hat, genießen.

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In Pulmo, gleich dahinter muss man abbiegen. Steht aber nicht dran!

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und hat einen sensationellen Stellplatz. Abends waren die Badegäste weg.

 


Montag, 11. Juli 2016, 12:00 GMT+3

Мир Беларусь / Mir Castle, Мирский замок, Weißrussland • 23°C Mostly Cloudy

Natürlich den tollen Weg wieder zurück. Schnell noch den See umrundet um in Svitiaz einen Schatz an der Peter&Paul Kirche zu heben.

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Doch in der Innenstadt gab es noch etwas zu tun, gestern nicht gefunden und heute sagt das Frauchen “Warum guckst du nicht hier und nimmst den?” Wieder ein nettes Schätzelein, bei einer Kirche.

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Nun aber ab zur weißrussischen Grenze. Über Wartezeiten hat man schon viel gelesen, deshalb gleich einen kleinen im Norden herausgesucht. Dort angekommenen wurden wir zurückgeschickt. Diese Übergangsstelle war nur für den kleinen Grenzverkehr. Nasprava, naleva, tam… Ok, ich wußte Bescheid.

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Kurz darauf standen wir fast am Schlagbaum, vier Autos vor uns. Na das kann nicht all zu lange dauern. Die jungsche Soldatin notierte Kfz-Kennzeichen, fragte wie viel Personen und dann wieder Bürstner als Automarke. Wir wussten was das bedeutet und es kam wie es kommen musste. Man kannte diese Automarke nicht! Passkontrolle, Kfz-Papiere und die Frage, was ist Bürstner?

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Nach langen hin und her beim Zoll das selbe. Hier wurde vor lauter Schreck vergessen das Fahrzeug zu kontrollieren. Nach einer Stunde konnten wir endlich los. Laufzettel abgegeben und der Schlagbaum ging auf. Puhhhh…

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Zwei Kilometer durch den Wald und schon standen wir vor der weißrussischen Grenze. Die Ampel stand auf rot und die Schranke unten. Alle kamen aus den Grenzgebäuden und beäugten von weiten unser Gefährt. Nachdem Sattsehen, sprang die Ampel auf grün und wir durften einfahren. Ein Beamter kam auf uns zu, nahm die Pässe in Empfang. Kurzer Blick und dann Anweisung Auto umparken und mitkommen. Hier erklärte er mir freundlich, wie ich die Migrationskarte ausfüllen soll.

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Könnte ich im Auto machen. Ein Glück, ein ausgefülltes Musterexemplar hatten wir dabei und sogar in deutsch! Abgegeben und gewartet. Der freundliche Beamte kam zurück und fragte nach den Fahrzeugpapieren. Diese wurden ihm übergeben und wir bekamen die Aufforderung mit dem Fahrzeug nach vorn zu fahren. Na ihr wisst schon was jetzt kam…
Als das durch war ging es zum Zoll. Wieder wurde uns freundlich erklärt, wie wir was ausfüllen müssen. Hier wurde uns erklärt, dass nur der Fahrer die Zollerklärung ausfüllen muss, obwohl auf dem Dinges steht, jeder ab 16 Jahren muss ausfüllen. Da wir nur die Hälfte verstanden haben, zeigte ich dem Zöllner meine deutsche Erklärung. Oh Jubel, wir durften diese sogar verwenden. Gute Vorbereitung zahlt sich aus! Natürlich Fahrzeug eintragen, Bürstner…

Das übliche hin und her und dann warten… Nach zwei Stunden bekamen wir unser OK. Oh Mann, drei Stunden für den Grenzübertritt. Stände Fiat in den Papieren, wären wir in der Hälfte der Zeit durch gewesen! Nun aber los. Links abgebogen und schon sahen wir ein Schild mit den ganzen Mautstraßen. Das waren zu viel auf einmal. Also zurück und fotografiert.

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Der Freundliche von der Passkontrolle hatte uns erklärt, wo wir hin müssen um so ein Piepsdinges zu besorgen. Brest angefahren (alles mit der App Navitel mit Karten von Belarus und Russland), Beltol gefunden und nach zehn Minuten hatten wir so ein OVB Gerät. Zack an die Scheibe und los ging es zur Festung, nur mal gucken und ein Schätzchen suchen. Gefunden und das Riesenmonument betrachtet.

Nun aber weiter, wir wollten es bis Neswish schaffen, da wir hier über das Weißrussische Forum einen Platz ausgemacht hatten.

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Krankenhauskapelle

Geschafft haben wir es bis Mir. Hier hatte ich was im Internet gefunden. Außer Entsorgen, war alles vorhanden. Man darf aber nicht von deutschen Verhältnissen ausgehen. Müde und geschafft legten wir uns nieder.

 


Dienstag, 12. Juli 2016, 19:59 GMT+3

Krupski, Woblast Minsk, Belarus • 19°C Showers

Früh bei zeiten los, Müll noch entsorgt und dann die Sehenswürdigkeit des Ortes besucht. Das Schloss von Mir.

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Als nächstes Ziel stand Minsk auf dem Plan. Wir wollten zur großen Nationalbibliothek. Das bedeutete quer durch Minsk. Wer einmal in Albanien durch die Großstadt gefahren ist, den stört nichts mehr. Und so war es auch. Eigentlich alles normal. Drängler, Spurenhüpfer gibt es auch bei uns. Alles in Minsk sieht sehr neu aus. Das wird wahrscheinlich mit dem Krieg zu tun haben. Eine richtige Altstadt haben wir nicht gefunden, dafür große protzige Gebäude aus der Sowjetzeit. Noch ein kurzes Stück auf der P53 bis nach Borisov und dann sollte es quer durchs Land gehen. Landwirtschaftlich geprägte Landschaften wechselten sich mit Wäldern ab. Genau so die Straßen, Asphalt mit Schotter und kleine ärmliche Dörfer. Aber auch hier leben Leute und machen das Beste draus.

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auf der deispurigen Highway H-9648, welches aber in Wirklichkeit N für national bedeutet. Kilometerlang! und besser befahrbar war als manche Asphaltstrasse.

Wer sich im Lesen üben will, kann sich hier dran versuchen. Mir ging es zu schnell, also schnell ein Päuschen gemacht und festgehalten.

 

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Kolodnica erreichten wir am frühen Nachmittag. Als erstes statteten wir der alten Peter&Paul Kirche einen Besuch ab. Hier versuchte ein Einheimischer uns über die Geschichte der Kirche aufzuklären. Manches haben wir verstanden, weil wir uns vorher schlau gemacht hatten  🙂

 

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Wen es interessiert, so sah das ganze einmal früher aus.

 

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Nachzulesen hier –> Link

Dann ging es zu unserem heutigen Übernachtungsort. Natürlich war erst einmal keiner da. Und nun? Eine Frau zeigt auf eine Telefonnummer und erklärte die Administratorin wohnt hier im Ort. Rede mal einer Russisch am Telefon, wenn er die Sprache nicht so richtig kann…

Aber was solls, muss man durch. War alles ganz einfach, sie kommt. Nach zehn Minuten war sie da, erklärte uns alles und wir konnten auf den Platz fahren. Jetzt gings noch schnell ans bezahlen. Von wegen schnell… Hier kannte man die neuen Geldscheine noch gar nicht. Diese wurden zum 01.07.2016 eingeführt. Großes rätselraten, telefonieren usw.

Auf einmal wurde mein Vorname genannt und ich bekam das Telefon gereicht. Kurze Info in englisch und es war alles klar. Man könnte nicht in neuen Rubeln herausgeben. Bezahlen und abstempeln der Migrationskarte wird morgen erledigt. Außerdem gibt es noch Rabatt, wegen Mitglied in der Russischen Liga (Karavanverein von Russland) Schade das der Oberchef selbst nicht da war. Er ist derjenige, der uns die Einladung für das Visa geschickt hatte, damit wir überhaupt Belarus besuchen konnten.

Auf dem Platz ist alles vorhanden was das Camperherz begehrt. Vladimir hat hier wirklich westlichen Standart geschaffen und warte auf neue Gaste :D . Wir sind übrigens die zweiten Deutschen hier. Jessi und Jens waren auf unserer Empfehlung schon vorher hier. Wie so oft nun schon erlebt, hier sind alle sehr hilfsbereit und es ist alles kein Problem. So bezogen wir unseren selbst herausgesuchten Platz und ließen es uns für den Rest des Tages gut gehen. Na ja, bis auf die Mückenangriffe.

 

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Mittwoch, 13. Juli 2016, 20:53 OESZ

Kaunas CampInn, Kauen, Kaunas County, Litauen • 19°C Mostly Cloudy

Heute sollte es Richtung Litauen gehen. Aber hier noch ein kleiner Nachtrag von gestern. Bett angehoben und schon flog mir das Lattenrost mit samt den Gasstützen um die Ohren. Immer ist irgend etwas mit den Mietmobilen… aber auf dies bin ich mittlerweile eingestellt. Werkzeug und Kleinteile sind immer mit an Bord. Dübelstellen wieder zusammengesteckt und mit zwei Schrauben fixiert. Der kleine IKEA Akkuschrauber war sehr hilfreich! Alles wieder zusammengeschraubt, die eine Stütze natürlich erst mal falsch, aber das gehört dazu 🙂
Die Adminstratorin, war schon da, wir noch schnell V/E gemacht und dann ging es ans bezahlen, kleiner Smaltalk und schon waren wir auf der Straße. Erst Asphalt, es ist eine P-Straße (eigentlich ein R) kommt gleich nach der Magistrale wie die M1 und mittendrin 25km das mal wieder…

 

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Aber das ist hier normal. Drei große Naturschutzgebiete kreuzten unseren Weg. Lepel, Mjadel und Muchaluscku liegen als Städte in der Nähe. Die typischen Holzhäuser findet man in allen Varianten der Bausubstanz.

 

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Hier begegnet man auch noch natürlich blühenden Wiesen und nicht das Einheitsgrün wie in deutschen Landen.

 

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Die Industrie darf auch nicht fehlen. Bei diesem Ziegelwerk würden bestimmt einige was zu meckern haben.

 

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Aber auch die Ehrung der Gefallenen im 2. Weltkrieg findet man oft an Straßen und Plätzen.

 

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Gegen 17:00 Uhr hatten wir den Grenzübergang Kotlovka erreicht. Kurz vorher wollten wir noch tanken und damit unsere BYR ausgeben. Geld gezählt, aber was war das? Wir hatten 50 neue und 50000 alte Rubel. Also genau so viel Geld wie am Anfang. Die gute Frau auf dem CP hat nur den neuen Schein in alte getauscht und vergessen den Übernachtungspreis abzuziehen. So kann man auch sparen.
Am Übergang selbst lange LKW-Schlange vor uns, aber PKW und Bus grünes Licht! Vor uns vier Autos… doch das soll bei uns nichts heißen. Die selbe Prozedur wie gehabt. Grenzer notiert Kennzeichen, guckt ins Auto, fragt nach der Personenzahl und überreicht den Laufzettel. Schranke auf und hinein. Rote Spur, da wir das Auto wieder ausführen. Diesmal erst der Zoll. Kaum am Stoppschild gehalten kam eine flinke Zöllnerin, nahm Zollbescheinigung und Kfz-Schein und den Pass, aber nur vom Fahrer, die Copilotin wurde nur als Passagierin behandelt und hat mit dem Zoll nichts zu tun. Fertig! Es dauerte… aber nur 10 Minuten. Zehn Minuten, das kann doch nicht sein. War aber so! Fünf Meter vor und zur Passkontrolle, diesmal beide. Natürlich Kfz-Schein wieder reinreichen. Mehrere komische Blicke aufs Womo, kurze Diskussion mit dem Nebenmann und wir hörten den ersten Stempel im Pass verschwinden. Puh. Oh, was war das, des Fahrers Pass wurde mit der Lupe begutachtet… einmal, zweimal, dann machte es Klack und der Stempel war drin. Ab ins Womo und zur letzten Station, Laufzettel abgeben, einmal ins Womo gucken und wir waren draußen. Das alles innerhalb von 20 Minuten. Spitze.

Jetzt rein nach Litauen. Ein freundlich grinsender Passonkel nahm die Pässe entgegen, wollte kurz ins Womo schauen und den Kfz- Schein haben. Das Grinsen ging aber nicht aus seinem Gesicht. Das kam uns ein wenig komisch vor. Fünf Minuten später kam er grinsend zurück und übergab uns unsere Papiere. Zwei Minuten später kam der Zoll, fragte nach Alkohol und Zigaretten, ein kurzes Nein von mir, ein kurzer Blick von ihm ins Womo und die Schranke ging hoch. 15 Minuten, Weltrekord!
Auf nach Kaunas zum CP für 22€ mit allem und WiFi und Kurtaxe. Kurzer Blick nach vorn und hinten. Außer ein bissel Straßenlärm um 20:00 Uhr, ist der CP für eine Zwischenübernachtung bestens geeignet.

 

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Donnerstag, 14. Juli 2016, 21:21 OEZ

Zelenogradskiy rayon, Oblast Kaliningrad, Russland • 15°C Rain Showers

Morgens alles fertig gemacht, frisch versorgt und alles leer, ging es in Richtung russische Grenze. Na ihr wisst schon was einem schnell mal so durch den Kopf ging…
Über die A5 von Kaunas zur 7 Richtung Kybatai (Kybartu – jede Karte/Atlas/OSM oder Garmin schreibt es anders), der Grenzübergang ist unsere erste Etappe. In Kybertai angekommen, zeigte ein Schild Richtung Grenze über einen Parkplatz. Also dort hingefahren und da standen wir erst mal. Und nun? Zwei Lkw und zwei Pkw standen auf dem riesigen Platz. Was soll man hier tun??? Ratlos gingen wir von einem Gebäude zum anderen. Entweder zu oder wir landeten auf Toilette oder Dusche. Also auf zum Schrankenwärter, der klärte uns kurz in englisch auf, einfach nur warten, bis das Kfz-Zeichen auf einem Display erscheint und dann Parkplatz verlassen. Ah ja, wieder was Neues.
Rein ins Auto und warten. Die Anzeige zeigte die Nummer des nebenstehenden LKW an, aber das schien ihn nicht weiter anzuheben. Zwei Minuten später zeigte die Anzeige unsere Nummer. Und los gings… der Grenze entgegen.

Die Amtsperson nahm die Pässe, einmal gucken, Kfz-Schein und weg war er. Fünf Minuten später alles übergeben, grünes Licht und raus aus Litauen. Der russische Beamte begrüßte uns, zwei Finger hoch von ihm, ein Nicken von mir und weiter gings. Auf die rote Spur, wir müssen ja das Auto “verzollen”, und Stopp. Erst der Fahrer mit Kfz-Schein zur Passkontrolle, zwei Pässe mit einmal ging ja nicht. In die Augen gucken, fertig. Mit Frauchen das selbe Spiel. Ich sollte schon zum Auto und alle Klappen aufmachen, Ah, Woda – ah, Gaz – ah, Elektrika. Dann rein ins Fahrzeug, Schuhe abgeputzt und alles inspiziert, nein, man wollte bloß mal sehen wie es innen aussieht und was der Innenraum so alles beherbergt. Jetzt noch Zollerklärung ausfüllen, die Kreuze machte der Zöllner gleich selbst und war erstaunt über unsere alte deutsche Erklärung. Schnell doppelt ausgefüllt und abgegeben. Und wird es wieder passieren?

Nö, man hörte nur eine kurze Diskussion, dann knallten die Stempel. Noch eine kurze russische Erklärung, die wir nicht verstanden haben und wir durften fahren. Sage und schreibe hat das ganze mal 20 Minuten gedauert. Hatte ich gestern geschrieben “Weltrekord” was war das dann heute????? Wir beide schauten uns an, konnten es selber kaum glauben. Was stand da immer im Internet von Wartezeiten bis zum geht nicht mehr. Nach zwei Kilometern sehen wir beide uns an, he wir sind in Russland!

Als nächstes stand Krasnosamenzk auf dem Plan. Hier wollte ich das Museum von Sergej Petrowitsch besuchen. Er sammelt alles aus der ehemaligen ostpreußischen Zeit. Ich hatte noch alte Messtischkarten aus der Zeit und einen Dorfplan von Bärenfang wo die Häuser mit Namen verzeichnet waren (den Ort gibt es seit 1976 nicht mehr).
Bis dahin fuhren wir schöne Alleestraßen und kleine Dörfer tauchten manchmal aus dem Nichts auf. Hier hat Herr Putin noch eine Menge zu tun. Oft sah es hier aus wie zu tiefsten DDR Zeiten, manchmal noch schlimmer. Aber auch hier traf man auf Ehrungen der Roten Armee.

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Dann erreichten wir Krasnosamensk. Von einem Museum war nichts zu sehen. Also Name auf einen Zettel geschrieben und Leute gefragt. Hände zeigten nach da und da. Ich ging nach da und da. Natürlich nichts. Eine Frau angesprochen und dann gings los.

Russisch nur ein Achtel verstanden, sie mich gar nicht. Dann fing sie an zu telefonieren, immer fielen nur die Worte Museum, Mensch aus Deutschland. Dann schleppte sie mich zu einer Frau, Ludmilla, die sprach ein wenig deutsch und erklärte mir wie es mit dem Museum weitergegangen ist. Ich sollte zu Irena die macht das jetzt in der alten Schule. Die gute Frau war aber gerade nicht da. Meine Helferin terrorisierte wieder ihr Handy und nach kurzer Zeit war Irena anwesend. Hier scheint jeder jeden zu kennen und der eine hilft dem anderen. Ich war am Ziel! Ihr alles gezeigt und erklärt, sie konnte es nicht fassen, das einer einfach so aus Deutschland kommt und Sachen für das Museum abgibt.
Nachdem ich meine Aufgaben erfüllt hatte ging es weiter Richtung Insterburg. Hier wurde dem Schloss, na ja, ein Besuch abgestattet und ein kleines Schätzlein mitgenommen.

 

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Das einzige was halbwegs in Ordnung war, waren die beiden Sachen…

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Nun aber Übernachtung suchen. Das Hotel Baltika wollten wir nicht aufsuchen, obwohl wir ein Voucher vom russischen Karavanclub hatten. Wir wollten lieber Familie Tissen in Cholmy aufsuchen. Adresse gefunden und nun standen wir davor. Und nun? Alles zu, keine Klingel, was tun? Im Internet versucht die Webseite zu finden, klar wenn man mal was dringend braucht… nicht zu finden. Jetzt doch Baltika, der ganze Umleitungskram und Stau? Nö! Kein Weg führte zum Ziel um die Telefonnummer heraus zu bekommen. War dann auch egal, denn das Tor ging auf und Valerij schaute uns erstaunt an. Klar, Übernachtung kein Problem, was braucht ihr, Strom, Wasser ist dort. Und schon war unser Stellplatz gesichert. Er müsse noch mal fort, vielleicht sieht man sich später. Gesehen haben wir ihn heute leider nicht mehr, dafür eine Menge Regen. Dieser darf uns jetzt in den Schlaf trommeln.


Freitag, 15. Juli 2016, 21:27 OESZ

Pavilosta MARINA, Lettland • 16°C Mostly Sunny

Früh am Morgen schien die Sonne in das Womo herein. Aber eh wir zur Abfahrt fertig waren, fing es wieder an zu regnen. So wechselte sich das den ganzen Tag ab. Nach einem kleinen Schwatz mit Valerij über dies und das, dann verabschiedeten wir uns und es ging in Richtung Kurische Nehrung. Hier zeigte sich wie Wind und Wetter gewütet hatte. Eine Menge Äste und Blätter lagen auf der Straße, sogar umgestürzte Bäume. Diese waren aber schon in kleine Stücke zersägt worden. Das alles hielt uns nicht auf, bis auf ein Stoppschild mit Schranke. Hier durften wir 450 Rubel berappen, nur für die Fahrt auf der Nehrung bis zur Grenze. Aber wenn man sieht was für die Touristen gemacht wird, ist das ok. Als erstes, bei Kilometer 37 wollten wir den tanzenden Wald besuchen. Er tat es auch, im noch straffen Wind, wand er sich um seine Achse und das im Takt.

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Und die ganz Entzückten, drehten Pirouetten…

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An solchen Plätzen sind natürlich auch die Souvenierverkäufer anwesend. Was nimmt man hier mit? Na klar, man ist doch im Bernsteinrevier.
Hier oben soll doch noch ein Teil der Sahara sein? Na klar die Sanddünen. Bei Kilometer 42 kann man diese offiziell erklimmen. An zwei Aussichtspunkten kann man das Wunder betrachten.

 

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Weiter gings in Richtung Grenze. Es lief alles ab wie normal, nur das diesmal gleich auf Fiat getippt wurde. Der Zoll schaute diesmal genauer, doch danach waren wir ruckzuck durch. Die Litauer hatten genug Zeit, ehe wir rein durften. Doch dann ging alles recht schnell. Warum der litauische Grenzbeamte wieder laufend grinste, können wir uns beim besten Willen nicht erklären. Schnell noch den Nationalpark der litauischen Seite mit 30 € unterstützt (ist saisonabhängig, 15, 20 oder 30 € sind für Womos fällig).
Danach fährt man wie an der Ostseeküste in Deutschland. Alles fein hergerichtet und auf Touristen ausgelegt. Hier trifft man auch wieder auf deutsch sprechende Leute .
Um nach Klaipeda zu kommen, muss man die Fähre nehmen. Wir wurden schnell durchgewunken, damit die Fähre rammelvoll ist und ablegen kann. Wir hatten was von 35 € gelesen, aber keiner wollte die haben. Auch gut!
Danach machten wir uns auf in Richtung Lettland. Nach der Grenze gab es auf einmal keine Dörfer mehr? An Hand der Bushaltestellen wussten wir dann, das dahinter im Wald, Dörfer oder kleine Städte zu finden sind. Nun wurde es aber auch langsam Zeit, einen Stellplatz zu finden. Der erste CP war sinnlos zugestellt, viele kleinere existierten gar nicht mehr. Aber einen Platz haben wir doch noch gefunden. Direkt an der Ostsee auf der Hafeneinfahrt in Pävilosta, bei der Marina.

 

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Und hier noch was Seltenes. Als ich fertig war mit Bericht schreiben, war ich noch mal draußen eine rauchen und was sehe ich da. Sehr hohe Wolken, die noch von der längst untergegangenen Sonne beschienen werden. Leider konnte ich die DSLR nicht benutzen, da Frauchen darauf schlief, also unterm im Bett.
Schade! Es gibt glaube auch einen Spezialausdruck dafür. (Wiki sagt: leuchtende Nachtwolken NLC ).Ist das erste Mal das ich so was zu sehen bekam.

 

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Dann aber ab ins Bett  🙂

Hier noch ein kleiner Nachtrag vom Grenzübergang RUS-LT:

Grenzübergang Morskoe – Nida, er ist zwar klein, aber trotzdem oft frequentiert. Nach unseren Erfahrungen her ging es hier ruck zuck und sehr freundlich zu. Kaum am Schlagbaum angekommen, kurze Anweisung, bis zu meinem Fuß!

 

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Dann durch das Geschlängel von Videokameras zum nächsten Stoppschild. Kurzes gucken und warten, wir wußten, wir bzw. ich muss zum Zoll. Wir hatten aber noch einige vor uns. Ach wo, freundliche Aufforderung, da lang…

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Zollzettel abgegeben und kurz gewartet…. Ich wollte meine abgestempelte Zollerklärung wieder haben. Zumindest war es in Belarus so. Nö, kurzes Kopfschütteln vom Beamten und wieder ins Fahrzeug und zum nächsten Stoppstreifen. Natürlich vorher kurz alle Klappen auf und kurzer Blick hinen.
Was macht der da vorn? Der ist aber genau! Also nochmal Fahrzeugkontrolle an der Passkontrolle…

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Vorrücken zur Passkontrolle. Erst der Fahrer bitte!

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Aber bitte, die Fahrzeugpapiere nicht vergessen!

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Kurzer Informationsaustausch mit dem Beamten vorm Häusel, dann das bekannte Spiel, was ist das für ein Fahrzeug?

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Das Fahrzeug ist ein FIAT! Der Aufbau ist von der Firma Bürstner, alles klar?

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Das hatte man auf einmal schnell begriffen und schon durfte man der Beamtin tief in die Augen gucken….

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Danach ging alles turbomäßig. Die paar Meterchen zur litauischen Grenze waren schnell überwunden. Aber die Grenzer auf dieser Seite hatten Zeit…

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Irgendwann war es so weit. In die EU-Spur eingefädelt und am Schild gestoppt. Die Beamtin kam…. und wo guckt sie hin!!!

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Kurz noch löhnen (Naturabgabe an die Letten), hier ein bissel heftiger. Geht nach Saison, in diesem Fall 20 €, dafür aber die Fähre eingespart, man wollte sie voll bekommen und ablegen!

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Hier noch ein paar Impressionen vom Stellplatz der Marina. Hatte vergessen die Dashcam auszuschalten…

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Diesen Abschnitt des Grenzübergangs wollte ich euch nicht vorenthalten  🙂


Samstag, 16. Juli 2016, 00:09 OESZ

86002, Häädemeeste, Pärnumaa, Estland • 16°C Cloudy

Von der Marina losgefahren und kurz nach der Brücke am alten Kutter einen kleinen Schatz gehoben. Natürlich das Teil vergessen zu fotografieren.
Weiter ging es durch die lettische Landschaft. Wiesen und Massen von Störchen wechselten sich ab.

 

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Dann wechselte die Natur und man wurde an vielen Stellen nach Norwegen versetzt. Wälder wechselten sich mit sumpfigen Wiesen ab, es fehlte nur noch das Wollgras. Unser nächstes Ziel war Kuldiga. Hier wurden die Vorräte kurz aufgefüllt und wir wunderten uns schon warum hier alle Häuser geflaggt waren. Irgend ein Fest fand hier statt, wovon wir keine Ahnung hatten.

 

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Irgendwie gehen hier alle um die selbe Zeit einkaufe. Notparkplatz auf dem Fußweg…

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….runter mussten wir auch wieder, quer über den Weg/Wiese und rechts rum :-)

An Massen von wild parkenden Autos schlängelten wir uns vorbei und erreichten Venta, dass ist der Fluss, an dem man das längste Wehr per Fuß überqueren kann.

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Seht ihr die kleine Gestalt in der Mitte?
Aber auch eine kleine Ausstellung aus vergangenen Zeiten war hier zu finden.

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Nachdem wir Kuldiga hinter uns gelassen haben, ging es quer durchs Land bis nach Upesgriva. Hier erreichten wir wieder die Ostsee. Kleine Seebäder und Kiefernwälder, durch die man die ruhige Ostsee sieht, wechselten sich ab. Auf der P121 wollten wir Riga einen kurzen Besuch abstatten um dann die estländische Grenze zu erreichen.
Natürlich bogen wir nebenbei auch mal von den normalen Wegen ab, da irgendwo lag ein Schatz und außerdem wollten wir uns diese Wege wieder in Erinnerung rufen. Man weiß nicht was demnächst so kommt…..  😀

 

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Die Buchstaben waren nicht zu übersehen und man wusste nun wo man ist.

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Über die Daugava erreichten wir das Zentrum. Hier zeigte sich eine schöne Stadtansicht

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Dann schickte uns das Navi quer durch die Stadt, obwohl es viel einfacher gewesen wäre. Doch den Ausgang haben wir trotzdem gefunden. Auf holprigen Straßen ging es der estländischen Grenze entgegen. Kurz vor der Grenze endlich eine Erholung für das Womo, spiegelglatte neue Straßen. Auf dem Weg dahin tauchten eine Menge von Zeltplätzen auf, die nirgends verzeichnet sind. Nach dem Grenzübertritt bogen wir von der A1 ab zur Ostsee. Zwischen Majaka und Kabli steuerten wir den Minicamping an. Für 12 € ist hier alles dabei, sogar WiFi und 200m weiter ist die Ostsee.

Aber erst einmal den Platz anfahren…

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Kurze Einweisung, natürlich in deutsch…..

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dann ab zum Meer. Zeitpunkt war gut gewählt  🙂

 

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Nachdem wir uns ein warmes Abendbrot gegönnt haben unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang und bei unserer Rückkehr wurden wir freudig empfangen….

 

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Wenn man den Trick raus hat, macht sogar ein Handy passable Fotos ;-). Jetzt aber Zeit….. Nachtlager aufsuchen!

 


Sonntag, 17. Juli 2016, 18:35 OESZ

40110, Vaivara, Ida-Virumaa, Estland • 22°C Mostly Sunny

Was für eine Schleuse ist denn heute früh aufgegangen? Nein, nicht der Regen, der kam später. Womos über Womos! Sonst kam uns vereinzelt mal eins entgegen und heute, Massen! Aller fünf Kilometer eins und dann ab und zu im Rudel und alles aus Richtung Tallin, wo wir erst hin wollten. Sehr eigenartig….
Als erstes wurde ein kleiner Schatz gleich in der Nähe gehoben. Danach ging es weiter auf kleinen Landstraßen und dann auf die E 4. Halt, hab ich mich versehen? Waren da nicht früher Hirsche? Nein, es war ein…

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… Elch, aber leider nur auf dem Schild. Man wird also darauf hingewiesen das man sich langsam dem Norden nähert. Noch eins fiel auf, hier gab es nur gute Straßen. Nichts scherbelte oder klapperte im Auto. Na ja, das wird wohl auf den nächsten zweitausend Kilometern anders werden.
Langsam erreichten wir Tallin. Rund um den Stadtkern ist alles neu und modern. Die Festung und die Kathedrale sind so das einzige ältere, was wir gesehen haben. Die Kathedrale wird gerade auf der einen Seite renoviert, aber zum knipsen reicht es.

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Gleich gegenüber das Rathaus….

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Und hier noch ein paar Ausschnitte von der Festung

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Nachdem wir die Innenstadt verlassen haben ging es in Richtung Narva. Morgen soll Russland Teil 2 in Angriff genommen werden. Ihr wisst schon….
Kurz vor Narva wollten wir einen CP aufsuchen, um alles frisch an Bord zu haben. Nebenbei besuchten wir eine alte Post im Gebüsch.

 

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Auch ein ehemaliges Hospital kreuzte unseren Weg.

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Der CP war ausgemacht und ins Navi eingegeben, nur der Fahrer hatte seinen eigenen Kopf und ist somit erst einmal falsch gefahren. Den richtigen Weg eingeschlagen und kurz vor dem Ziel kamen Zweifel auf, ob da überhaupt noch ein Plätzchen für uns frei ist? Aber, seit Tallin haben wir kein einziges Womo mehr gesehen!
So erreichten wir unser Ziel, und keiner weiter da. Der Platz selber ist genial. Eigenes Schwimmbad, wirklich, ein Schwimmbad für uns alleine. Dusche und WC, warmes Wasser sogar draußen und das alles für 15 €. Das Hotel selbst und die restliche Anlage hat bestimmt schon bessere Zeiten gesehen.

 

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Hier konnten wir in Ruhe entspannen…. und das wirklich alleine!

 

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Ach und noch eins, morgen hängen wir noch eine zusätzliche Stunde hinterher. Mal sehen wie es morgen so läuft, also ab ins Bett für heute.

 


Montag, 18. Juli 2016, 20:29 OESZ

Peaalajaama, Narva, Ida-Virumaa, Estland • 18°C Mostly Cloudy

Heute soll es nun das zweite Mal nach Russland gehen, mit dem Ziel Murmansk. Womo schick gemacht, ich meine hiermit V/E und ab nach Narva. Hier schon den Border Point ausgemacht, aber erst mal in die Stadt. Wasser, Bier und Essen bunkern.
Zurück zum Abzweig Point und auf den Parkplatz gefahren, das war so gegen halb zwölf.

 

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Man beachte die nette Aufforderung, wie lange man hier parken darf

Langsam vorgerückt und hier stehen wir immer noch. Unsere Autonummer will nicht auf der Anzeige erscheinen. Jetzt ist es 19:35 Uhr!

 

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Andere stehen auch mit uns, sind zur selben Zeit gekommen, andere wiederum sind schon lange weg. Verdammt!

 

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Hier die Chinesen, kamen ….. und schon waren sie weiter…

Jetzt mal schnell zum Häusel geschritten und gefragt ob sie unser Auto vergessen haben. Antwort: vorher registrieren über Internet. Das wusste ich, wenn man schneller rüber will. So wie es klang ist es seit zwei Tagen ein Muss, also immer vorher registrieren. Und woher soll man das jetzt wissen….. Scheibenkleister!
Schnell zum anderen Häusel und der gute Mann erklärte, dass man sich jetzt immer über das Internet anmelden muss. Da wir nun schon so lange gestanden haben, machte er eine Ausnahme und setzte uns auf die Prioritätenliste. Das heißt, wir können mit einer Abfahrt zwischen 20 und 21 Uhr rechnen. Ist aber nicht bindend. Na wenigstens was. Einen komischen Nummernzettel bekommen und 4,50 € bezahlt. Ansonsten wären wir früh gegen acht vielleicht……

 

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Bin gespannt, wann wir hier raus können….

Es eilen wieder einige zu dem Häuschen……. ich glaube es nicht, unsere Autonummer erscheint!!! Kurzer Blick auf die Uhr, es ist kurz nach 23:00 Uhr. Tolle Wurst. Einen Haufen Zeit verschenkt!
Murmansk und Rentier-TV in Gefahr???? Das müssen wir dann später noch checken. Kommt auch auf die Straßenzustände an, die da hochführen, aber wir sind doch optimistisch eingestellt :ja:
Schnell zu dem Häuschen geeilt, Fahrzeugpapiere gezeigt und einen zweiten Nummernzettel bekommen. Nun aber schnell raus aus dem Wartepoint!
Links raus und auf einen riesen Kreisel, dann nochmal quer durch die Stadt und schon standen wir vor dem estnischen Schlagbaum, alleine!

 

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Passkontrolle, Fahrzeugpapiere zeigen, kurzer Blick ins Womo, dann verschwand der gute Mann in seinem Gebäude. Klack, klack da waren die Stempel drin und mit einer lässigen Geste wurden wir zur Weiterfahrt aufgefordert.

 

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Muss da nicht noch was kommen? Zoll und so? Langsam weiter gerollt. Kein weißer Strich auf der Straße, kein Stoppschild… Aha doch eine Schranke, aber was ist das? Sie geht einfach auf!

 

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Nun aber schnell auf die Brücke, da drüben ist das ersehnte Land. Mal sehen wie es diesmal abläuft. Zwei positive Erfahrungen mit den entsprechenden Grenzübergängen in Belarus und dem Oblast Kaliningrad hatten wir schon gemacht, freundliche und hilfsbereite Grenzer :ja: :ja: :ja: !

 

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Drei PKW’s und neben uns zwei LKW’s stehen bei der Vorkontrolle. Frauchen meinte, so ein Mist, schade das man hier nicht fotografieren darf. Meine Antwort darauf, die haben uns lang genug warten lassen, jetzt erst recht! Natürlich verbotenerweise über dem Grenzfluss Narva auf der Brücke zwei Bilder von den Festungen gemacht.

 

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Hier die estnische Seite….

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Schnell heimlich ins Auto gehuscht, denn wir waren schon dran. Alles im grünen Bereich, ist ja bissel dunkel ;D Rangerollt an die Vorkontrolle…

 

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Frauchen meinte, kannst du lesen und wies nach links oben. Klar kann ich und grinste, aber noch sind wir nicht durch. Da vorn wird es erst spannend.

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Kaum angekommen, kam ein junger Beamter auf uns zu. Kurzer Blick in unsere Pässe, ob auch die Visa vorhanden sind. “Добрый вечер и добро пожаловать
Fanden wir auch! Dann fragte er uns, ob wir schon die Migrationskarten ausgefüllt hätten. Hä, wo sollten wir die denn vorher schon her haben?
Kein Problem, er holt welche…

 

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Im Womo schnell ausgefüllt, wir hatten ja dafür unsere Vorlagen. Fertig! Halt, die Zollerklärungen könnte man doch auch gleich noch ausfüllen. Den jungen Beamten gesucht und erklärt was wir wollen. Der schleppte mich zu seinem Vorgesetzten, sprach kurz mit ihm und schon bekamen wir zwei Formulare, und das in deutsch!
Wau, hier sind sie wirklich international! Wäre auch in russisch gegangen, wie gesagt wir hatten alle Vorlagen als ausgefüllte Muster mit. Also schnell ins Womo und die zwei Erklärungen ausgefüllt. Dann sollte es zur Passkontrolle gehen… eine freundliche Beamtin fing uns ab und kontrollierte schnell die Migrationskarten. Natürlich hatten wir die Reisezwischenziele vergessen. Kurz korrigiert, Beamtin hat noch einen Blick drauf geworfen und genickt. Aber jetzt, Passkontrolle. Erst der Fahrer mit den Fahrzeugpapieren, kurzer Blick in die Augen, Klack – Stempel.
Dann der Passagier, der ist hier eigentlich nur Nebensache :), aber das kannten wir schon.

 

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Einmal vorrücken bitte…. hier durften wir alle Klappen innen wie außen aufmachen, bissel gucken und staunen. Ich stellte mich vor unseren Rückspiegel, damit man das blaue und rot blinkende Lichtlein der Dashcam nicht so sieht. Aber der Fahrerraum war für die Damen nicht interessant. Dann durfte ich noch einen Zettel unterschreiben, der das Fahrzeug betraf. Was ich genau unterschrieben habe weiß ich nicht, die kontollierende Zöllnerin war jedenfalls zufrieden.

 

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Als alle zufrieden waren, hieß es auf zur letzten Schranke und erst mal Stopp.

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Dienstag, 19. Juli 2016, 03:21 GMT+3

59.8604° N, 30.0466° E

Neuer Tag neues Glück…Zollkontrolle – temporäre Einfuhr von Gütern. Hier brauch sich bloß der Fahrer ans Fenster stellen, da er das Fahrzeug temporär nach Russland einführt. Dazu braucht man dann die beiden Zollerklärungen.
Um den Bürstnereintrag im Kfz-Schein zu entschärfen, hatten wir im Vorfeld einen Zettel fertig gemacht, in dem in deutsch und russisch drauf stand FIAT – Modell Bürstner. Den wollte sie gar nicht haben :( Die gute Frau war aber eine ganz genaue. Als erstes wies sie mich darauf hin das heute der 19. Juli ist, ich zeigte nach hinten und meinte, da wo ich ausgefüllt habe war noch der 18. Juli. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.
Dann sollte ich noch den Wert des Womo’s eintragen. Brauchten wir bis jetzt noch nie. Schnell mal 75.000 € eingetragen, die Augenbrauen der Frau gingen nach oben. Da wo ich ein Nein angekreuzt hatte, machte sie noch Strich an die leeren Stellen, schüttelte ein wenig den Kopf und dann kam es.
Vollmacht!
Ich gab ihr meinen Mietvertrag, den schob sie beiseite und sprach “Vollmacht”!!! Leichte Hitze stieg mir den Rücken hoch, die Nackenhaare stellten sich auf…

Laut Auswärtigen Amt der BRD steht dazu auch was, wer ein Fahrzeug einführt, was ihm nicht gehört, muss der Besitzer mit Fahrzeug sein oder es muss eine notariell beglaubigte Vollmacht mit Apostille vorliegen. Bei der Vorplanung war ich schon mal beim Notar und hab gefragt wie so was abläuft… Ich habs vergessen, war aufwendig und teuer und kann nur vom Besitzer gemacht werden, also der Vermieter. Was tut man in dem Fall, man kramt im Internet und informiert sich, ob es Umwege gibt. Ja, gibt es. Vom ACE gibt es ein Formular mit Stempel. Sieht so schön offiziell aus. Diese Vollmacht noch ein wenig verbessert (mehrere Sprachen dazu gemacht, unter anderem auch Russisch) und vom Vermieter abstempeln lassen.
Nun kommt es drauf an! Ihr diese Vollmacht gereicht, sie nahm sie entgegen und hämmerte die Angaben in den Computer, einen kleinen Stempel drauf. Dann machte es klack, klack im Pass und schon bekam ich meinen Kram allsamt zurück. Geschafft?

Jaaaa, sie zeigte auf die Ampel und deutete mir an, meinen Motor an zumachen und durch zufahren! Und wirklich, die Schranke ging auf!

 

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Wie gehabt, kam noch der Nachposten. Nebenbei das Navi gefüttert, welches nochmal eine Stunde auf die Ankunftszeit draufsetzte, jetzt 04:15 Uhr.
Kurze Kontrolle der Pässe und ein flüchtiger Blick ins Womo, und wir waren durch.

 

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Erstmal kurzer Jubel, dann die Frage was machen wir nun? Es sind ca. 140 km bis nach Sankt Petersburg…. Egal, der Tag war eh schon verkorkst, also lass uns die paar Kilometerchen unter die Räder nehmen. Schlafen wir halt ein wenig länger. Na ja, die Copilotin tat es dann schon nach zehn Minuten. Da mich sowas nicht stört schauckelte ich Frauchen sicher durch die Gegend.

An der ersten großen Kreuzung stand dann schon mal die Polizei.

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Vor lauter gucken und staunen, sind die gar nicht zum Anhalten gekommen. An der Stelle sei gesagt, wir hatten nie eine Kontrolle oder sind sonst irgendwie angehalten worden.

Langsam wurde es früh, aber die Helligkeit war auf der falschen Seite. Hier kamen die weißen Nächte noch zum Vorschein.

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Wir sind vorher vom Zubringer abgebogen und hinten herum gefahren. Es war zwar eine Abkürzung, doch die Straßen waren in keinem guten Zustand. Trotz des Rumpeln und Krachen hatte Frauchen einen geruhsamen Schlaf. Dann kam das Schild auf das ich schon die ganze Zeit gewartet hatte.

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Nun war es nicht mehr weit bis zu meinem auserkorenen Stellplatz. Navi brachte uns genau dort hin wo ich hin wollte.

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Eingeparkt, Pässe genommen und ab zum Wachmann. Der machte uns begreiflich, Strom dran und ab zum schlafen. “machen wir alles, wenn hell…” guter Mann. Nun aber ab in die Waagerechte!

Bei den Zeiten auf der Dashcam muss man noch drei Stunden draufrechnen (zumindest hier). Sie nimmt die eingestellte Zeit von Deutschland und nicht die GPS – Zeit. Also nicht wundern über meine Zeitangaben und denen der Bilder…

 


Dienstag, 19. Juli 2016, 22:02 GMT+3

Portovaya ulitsa, Strelna, Sankt Petersburg, Russland • 20°C Mostly Sunny

Hier nun Teil zwei des heutigen Tages. Gegen 10:30 hiesiger Zeit aus der Koje gerollt, kurz geschüttelt und für fit erklärt. Heißes Wasser für einen Kaffee, ein Zigarettchen und schon war die Welt wieder in Ordnung.
Es dauerte nicht lange und die Managerin Alionna erschien. Zwei Nächte für 2160 RUR, das sind ca. 35 €. Hier ist V/E und Strom mit dabei. Im Kongresszentrum kann man von 9:00 – 23:00 Uhr die Duschen und Toiletten benutzen. Die sind aber vom Feinsten! Massageduschen usw. Vielleicht hat es damit zu tun, das Putin seinen Sommerregierungssitz 100 m weiter hat? Außerdem wurden wir hier wie alte Freunde empfangen. “Hallo Andreas, du von der Russischen Liga…. , das macht nochmal 20% Rabatt…” Die Vorbereitung und Kontakte knüpfen im Vorfeld haben sich gelohnt! Heimlich bin ich ein bissel Stolz auf mich…
Nun auf in die Innenstadt von St. Petersburg. Und ja, mit dem Womo!
Nach zehn Minuten hat man sich an die Fahrweise der Russen gewöhnt und eingestellt.

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Wenn es stoppt, egal da passt man durch.

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Reindrängeln ist normal. Von der Cam sieht es gar nicht so knapp aus. Geht aber noch knapper!

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Aber stets entschuldigt oder bedankt man sich mittels Warnblinkanlage…

Erstes Ziel Petershof, hier aber vorher Rubel fassen und eine Daten-Simkarte. Alionna hat uns gesagt was und wie, damit wir das nationale Rooming umgehen und bis Murmansk Empfang haben. Ich wiederhole mich, im MTC Laden, wie immer hilfsbereite Leute. 8 GB für 320 RUR, aktiviert und einsatzbereit….
Nun zum ersten Highlight…. Massen werden hier hergekarrt, alle Nationen vertreten. Bus hält, Massen raus… und wir mittendrin. Parkplatz, was ist ein Parkplatz? Hintenrum geht immer, manchmal sogar besser!

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Na gucke an, die treiben sich auch hier herum…

Weiter ging es zur Zarenresidenz Oranienbaum. Schon der Name machte uns an, da wir Oranienbaum in Deutschland sehr gut kennen. Leider oder besser, wird überall renoviert.

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Über die Insel Kotin über Kronstadt ging es in Richtung Innenstadt zum Panzerkreuzer Aurora. Hier führen großzügige Autobahnen über die Bucht. Ich schreibe extra Autobahnen, aber nicht zu vergleichen mit unserer StVO….. Traktoren, LKW auf der dritten Spur und natürlich auch das…

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Regt sich aber keiner auf und die Polizei fährt gemütlich dran vorbei… ist halt so!

Aber auch private Abschnitte gibt es auf der Autobahn. Diese kann man zwar umgehen, landet aber meistens ganz wo anders, als man will. Also den direkten Weg genommen…

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Schranke ging auf, bezahlen mussten wir aber nichts :-) Den Abschnitt werden wir uns noch einmal bei Nacht ansehen…. nächstes Jahr :ja: sieht richtig futuristisch aus :ja: :ja: :ja:

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So nun noch schnell irgendwo in der Nähe einen Parkplatz finden….. wie gesagt, hinten herum klappt meistens :)

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Alles abgeschlossen, weggepackt und ausser Sichtweite gelegt und auf gings auf Erkundungstour….

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Памятник Царь Петр первым- Denkmal Peter der Erste

 

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Blick auf die Newa und ihre Brücken

 

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China-Segler von 1907

 

министерство mit den üblichen Statuen...

министерство mit den üblichen Statuen…

 

Памятник морякам и создателем российского военно-морского флота- Denkmal für die Matrosen und Schöpfer der russischen Marine

Памятник морякам и создателем российского военно-морского флота- Denkmal für die Matrosen und Schöpfer der russischen Marine

 

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Den wird wohl jeder kennen… Броненосец Аврора – Panzerkreuzer Aurora

 

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Aber auch das gehört dazu, um die eigenen Finanzen aufzustocken

Von hier aus kommt man weiter zur Festung Peter und Paul.

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Dann kam der Entschluss auf, lass uns nach Puschkin fahren von der Katherina das Schloss ansehen. Gesagt, getan und das im Hauptverkehr quer durch St. Petersburg. Alles halb so schlimm, auch mit Womo! Leider haben wir etwas Zeit verloren und es war schon zu. Aber es hat auch seine Vorteile, auf den Fotos fehlen die Menschenmassen….

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Wenn schon in Puschkin, dann auch zu Puschkin…

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Auf dem Rückweg gab es noch ein paar Schätzlein einzusammeln, außerdem wollten wir auch mal schnell bei Herrn Putin vorbei schauen :D War zwar nicht geplant, aber er hat uns nicht rausgeschmissen!

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Voreinfahrt zur Sommerresidenz

 

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Der Hausherr ist da, Flagge ist gehisst

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Warten auf Frauchen im Innenbereich.

Dann ging es zurück zu unserem Stellplatz. Irgendwie ging die Fahrt schneller und nicht durch die Innenstadt. Navi hatte sich wohl anders entschlossen und wollte, das wir auch was anderes sehen.

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Am Stellplatz angekommen, ging sofort die Schranke auf und wir durften passieren. Ob der Wachmann uns schon kannte?  🙂

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Uns wurde ja angeboten hier im Restaurant zu essen. Keiner hatte Lust noch das Abendbrot zu bereiten, also ab und ausprobieren. Am Eingang wurde Bortsch angeboten…. endlich kann ich das mal probieren. Karte bekommen, ja natürlich in russisch. Mittlerweile kann ich die Wörter hintereinander lesen und ein paar entfallene Vokabeln kamen auch wieder. Hätte mit dem Kellner auch in englisch geklappt! Getränk bestellt, äh Bier, haben wir nicht! Wie nicht, steht doch in der Karte…. War aus! Bortsch bestellt und…. war leicht enttäuscht :( Wie Soljanka plus rote Beetegeschmack. Hab mir was anderes darunter vorgestellt. Wenn man die Zubereitung im TV gesehen hat, sah das anderes aus und lecker. Na gut, was soll man vom Pressezentrum des obersten Herrn erwarten… Das nächste Mal in einem kleinen Dorf probiere ich es noch einmal.
Dafür draußen den Landeplatz mal kurz abgelichtet.

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Gleich dahinter findet man die Köngliche Familie auf Tour

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Императорская семья – Zarenfamilie

…….da war doch noch ein Platz frei…. hab ich jetzt eine Königin??? :ja:

Somit ging ein ereignisreicher Tag zu Ende und die Planung Murmansk stand an. Route festgelegt, diskutiert was wäre wenn… Der Weg ist das Ziel. Alleine Grillen in Murmansk. Augen zu, morgen nehmen wir diesen Abschnitt in Angriff… und wurden noch einmal mit einem tollen Ausblick belohnt.

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Mittwoch, 20. Juli 2016, 21:54 GMT+3

185000, Petrozavodsk, Republik Karelien, Russland • 15°C Light Rain

Heute der Tag an dem es nicht allzu viel zu berichten gibt. Alionna brachte uns die vergessenen Campingkarten und unsere Migarationsnachweise. Natürlich wollte sie noch ein Bild mit uns und dem Wimpel der Russischen Karavan Liga machen. Soll sie haben.

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Nachdem das Auto fit war ging es auf die Piste in Richtung Petrosavodsk.
Kurz auf der Autobahn gab es einen Stau, obwohl die Russen etwas chaotisch fahren, fädelt es sich hier bedeutend schneller ein als in Deutschland. Danach ging es auf der P 21 weiter gegen Norden. Meine Befürchtungen traten nicht ein! Ich dache an rumplige Straßen voller Schlaglöcher… Nichts dergleichen, alles in bester Ordnung und fast alles neu. Damit es nicht ganz so eintönig wurde, gab es auch ein paar Schätze unterwegs zu heben.

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Nebenbei wurde der Verkehr auch immer weniger. Wir dachten oft, wir wären alleine auf den Weg in den Norden.

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Doch ab und zu gab es auch was zur Abwechslung, nicht nur Wälder…

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Die kommt aber nicht mehr vom Fleck….

Die Straßen wurden auf einmal breiter und ein großes Schild kündigte an wir sind in der Republik Karelien. Die Wälder lichten sich und auch das Grün wurde grüner. Eigenartiger Eindruck…
Dann erreichten wir Petrosavodsk. Der erste Eindruck düster und grau. Das lag aber nicht am Wetter. Auch die Straßen hinterließen schlagende Eindrücke. Doch mit einmal ging ein Vorhang auf und wir waren in einer anderen Welt. Neu und sauber, nur den Zustand der Straßen hatte man vergessen…

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Trotzdem getroffen….. das war aber nicht das einzige…

 

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Unser Garmin fand auch die entsprechende Stelle, wo wir einen Stellplatz ermittelt hatten. Alles guckte uns komisch an. Camping? … war die Frage und schon wurde telefoniert. Ich verstand so nebenbei Wohnmobil aus D, zwei Menschen, reden deutsch, Strom…. und schon bekam ich das Handy in die Hand gedrückt. Hallo sie wollen übernachten, kein Problem, Problem ist Strom, Haverie….. Und das alles in deutsch!

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Navi sagt nach links…… upps

 

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Das Tor wurde schnell zu gemacht….. aber dann doch auf…

 

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bissel eigenartig, aber ein Stellplätzchen für uns (max. vier für Womo’s)

 

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Da lang bitte…

 

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Ich bekomme meine Infos aus erster Hand

 

Kein Problem für uns, wir bleiben. Auto aufgebockt und ab in die Stadt, in den Park und an den Hafen. Dort gehen die
Tragflächenbote zur Museumsinsel Kischi. Aber auch zwei Schätze gab es da.

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Zar Peter der Erste findet man in Russland wohl häufiger als das Standbild von Lenin. Je nördlicher man kommt, desto mehr spielt der Zar eine Rolle.

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Kurz bevor wir zum Hafen los sind kam noch ein Taxi, worauf ich sagte, die bringen bestimmt den Elektriker….
Und wirklich, nach unserer Rückkehr sagte man uns Strom gibt es wieder, aber nur an einem Kasten. Bei 90m Kabel nun aber gar kein Problem. Heute mal ein bissel zeitiger zu Bett, mal sehen was uns morgen so erwartet.

 


Donnerstag, 21. Juli 2016, 22:58 GMT+3

67.0986° N, 32.1232° E

Heute stand Meter machen auf dem Plan. Die Straße zog sich ellenlang dahin. Schön das man ab und zu einen LKW überholen konnte.

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Übrigens sind hier 90 km/h erlaubt, fährt bloß keiner, also wir mitgeschwommen. Und als nichts mehr da war zum schwimmen, zogen wir mit 115 durch die Gegend. Polizei war nirgends zu sehen und die Blitzer werden angekündigt, manchmal :) Da es von Petrosavodsk so um die 1000 km sind, sich rechts und links nicht viel änderte, wurde es etwas langweilig. Der abwechselnde Nieselregen tat sein übriges. Ab und zu saßen Leute am Straßenrand und hielten ihre gesammelten Beeren und Pilze feil. Hier wusste man dann, irgendwo im Hinterland muss ein kleines Örtchen sein. Auf einmal stand da was von Wasserfall. Lass uns hinfahren, 100 Kilometer haben wir doch schon geschafft…

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Quer durch die Pampa nach Kiwasch, Eintritt bezahlt! Na gut, waren umgerechnet 1,50 € pro Person, was für die russische Wirtschaft getan. Eigentlich hatten wir etwas anderes erwartet…. halt norwegenverwöhnt……
Wasserfällchen betrachtet, kurzer Plausch mit dem Popen und zurück auf den Highway.

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Irgendwann war tanken war angesagt. Bis zur nächsten Tankstelle 65 km. Das geht… Ich hatte mir schon immer in Norwegen angewöhnt, wenn knapp die Hälfte verbraten ist, nachtanken! Zu Hause fahre ich meist bis zum letzten Tropfen. In Skandinavien, zumindest oben im Norden, denkt man von alleine ganz schnell um, wenn’s denn mal arschknapp war.
Angekommen, alles zugesperrt und umwickelt. Mist! Und nun?

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Wir haben ja Navitel mit russischer Karte. Die Tante hatte ich verbannt, da die Gute zu viel schwafelte. Diesmal war sie nützlich, keine sieben Kilometer weiter, im nächsten Ort gab es eine Tanke. Also ab in die Pampa…
An dieser Stelle sei gesagt, schade das man hier nicht kleine Videoclips hochladen kann (oder ich habs noch nicht gefunden – ich bin und will auch nicht zu youtube!) Die sagen in solchen Situationen manchmal mehr. Dafür gibts paar Bilder mehr :ja: Eigentlich sollte es laut Karte ein größerer Ort sein. So sah es jedenfalls nicht aus…. vielleicht hängt das mit unserem westeuropäischen Denken zusammen. Man beachte die gute Frau rechts, sie holt ihr benötigtes Wasser selber… nix mit Wasserhahn im Haus!

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Irgendwie war ich langsam am zweifeln ob mein Navitel auch recht hat. Wo ist denn nun die Tankstelle? Ich bin zweimal daran vorbei gefahren. Erst als wir Kinder mit Kanister gesehen haben, wussten wir, irgendwie sind wir richtig….

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Na gucke, das sieht doch fast aus wie eine Säule, wo was rauskommen könnte….

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Nicht vergessen, vorher bezahlen und genau wissen wieviel reinpasst! Lieber weniger nehmen, da das Zurückrechnen immer mit Aufwand verbunden ist. Mir ist es mit der Zeit ziemlich gut gelungen.
Tankrüssel reingehalten, gedrückt und NICHTS!!! Wie nichts? Ich hab doch bezahlt! Mir mal die Säule genauer betrachtet…. Bedienung wie vor Vorkriegszeiten…. erst Resetknopf drücken, erst dann gibt es Diesel. :D

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Wieder zurück zur P 21, eigentlich R 21, durch den Ort, der sich Louchi mit Namen nennt. Hier noch einmal die besagte Wasserstelle…

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….mit den entsprechenden Unterkünften dazu. Hier leben wirklich Leute drin. Kann man sich so nicht richtig vorstellen.

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Schon eine Weile surrten die Reifen ihr Lied auf der Straße, Radioempfang ging hier gegen Null, auch setzte unser Wlan mit der MTS Karte ab und zu aus. Aber wenn weit und breit nichts ist, warum Sendemasten hinstellen…
In unserem dahintrudeln hätten wir es doch fast verpasst. Ganz versteckt und einsam wurden wir aufmeksam gemacht einen bestimmten Breitengrad zu überschreiten. Mal ein kleiner Höhepunkt.

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Finnland und Norwegen kennen wir schon. Hier haben die Russen den Kommerz vergessen. Aber wieviele ausländische Touristen kommen hier schon vorbei. So nebenbei, wieder kein Womo gesehen… :ja:

Nach 550 km kam ein kleiner Disput auf, Pampa stehen oder noch 150 km fahren. Ursache war, ich hatte für die Strecke keine geeignete Stelle gefunden wo man übernachten könnte. Frauchen war es zur Zeit noch etwas unheimlich, irgendwo im riesigen Russland alleine herumzustehen. Nebenbei hatte ich über Google was gefunden, aber der Ort war ungewiss und niemand wusste was uns dort erwartet…
30 Km vor dem “ungewissen Ort” (Kandalaschka) auf einmal das!

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So was haben wir auf den ganzen Kilometer von Petrosavodsk nicht ein einziges Mal gesehen. Also abbiegen und gucken…

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Wieder der krasse Unterschied im Straßenbelag….

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… aber daran hatte sich unser Womo schon gewöhnt, vielleicht hat es sich auch auf diese Abwechslung gefreut? Jedenfalls schnurrte es munter drauf los. Ja und wo jetzt hin, links oder rechts….

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Wir nahmen links…

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Von Zelten keine Spur, eher Datschen und Hütten. Doch Jubel, einer kam auf uns zu, übernachten kein Problem. Wo, egal… er hat noch ein paar Äste und Steine beiseite geräumt und wir haben eingeparkt. Kleiner niedlicher Ort ohne alles. Wirklich ohne alles, noch nicht einmal Rubel für die Übernachtung wollte man haben.

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Man hat uns noch den See angepriesen und wir sollten Fische fangen…. heut nicht mehr!

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Nun ist es weit über Mitternacht und Das über den Polarkreis sein zeigt sich hier.

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Und unser persönlichen Bewacher zeigte sich von der liebevollen unterwürfigen Seite.
Genug getippt für heute… Morgen Murmansk?


Freitag, 22. Juli 2016, 21:12 GMT+3

68.6607° N, 31.6725° E

Nach dem Frühstück ging es los, weiter Richtung Murmansk. Einige Kilometer weiter änderte sich auf einmal die Natur. Leichte Hügel wurden zu kleinen Bergen. Man merkte die Nähe zur Barentsee, hier natürlich das Weiße Meer.

 

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Manchmal könnte man denken man ist in Dalmatien, große Berge und kleine grüne Büsche. Und noch eins Sonnenschein! Nicht so wie gestern, Nebel, Nieselregen, grau in grau. Hebt gewaltig die Stimmung!

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War da nicht nicht noch was….? Klar, Wasser bunkern, aber wo? In Montschegorsk keine Tankstelle mit Wodahahn… aber einen Schatz. Nebenan ein großes Magasin, Vorräte auffüllen. Grüne Gurken muss man wiegen, gibt’s hier zum Kilopreis und schmecken sogar besser als bei uns in den Märkten.

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Aber kein Woda für den Tank. Hier oben fiel mir auf, das ab und zu Autos am Wegrand standen und Leute mit Plastekanister aus dem Wald kamen.
Doch nirgends war irgendeine Information das da etwas ist. Wir haben doch eigentlich gute Karten….. “Frau Copilotin, schau doch mal auf unserem map.me nach” Na was soll ich sagen hier sind sogar Quellen verzeichnet! Wenn das nichts ist! In 15 Kilometern rechts abbiegen, dort soll es eine Quelle geben!. Gesagt getan…. Gestern waren wir noch erstaunt, heute selber dabei…

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Bitte nach rechts!!! sagt die Copilotin

 

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Jetzt nochmal nach rechts…. upps, das lassen wir mal lieber!

 

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Hier ging es zu…. wie in einer gut besuchten Kneipe

 

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Auf zum kühlen Nass…

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Sauberes, schmeckendes und kühles Quellwasser. Das war so gut, das wir gleich noch unsere gesamten Wasserflaschen für Kaffee und Tee mit aufgefüllt haben. Die Frequentierung der Einheimischen bestärkte uns in unserem tun. Hier traf sich alles. Vom Unternehmer in Anzug und Schlips, der LKW-Fahrer sowie Familienväter mit ihren Kindern.

 

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Frisch gefüllt erreichten wir nach ein paar Kilometerchen Murmansk. Ein Ortseingangsschild blieb uns verwehrt, also haben wir die Rückseite genommen.

 

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Um uns zu orientieren, sowie einen Weg zu einem Schätzchen zu finden, blieben wir erst einmal auf der tollen neuen Straße. Logisch, ist die Umgehungsstraße. Aber so viel war hier nicht los bis auf….

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Nebenbei konnten wir Murmansk auf der linken Seite ausgibig betrachten….

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Nachdem wir Murmansk einmal fast umrundet hatten, bogen wir in die Stadt ab. Na gut, viel weiter wären wir wahrscheinlich auch nicht gekommen. Hinter oder bei Seweromorsk liegen Putins Wasserspielzeuge. Das was lange unter Wasser bleiben kann … die Atom-U-Boote der Nordmeerflotte. Obwohl, in seinen Sommersitz hat er uns auch reingelassen :) Aber wir wollten es nicht darauf anlegen…
Erst einmal mussten wir ein bissel auf unsere überholten Armisten warten…

 

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Doch hier gab es auch noch was Kleines für uns und wir hatten genug Zeit, uns die Gegend zu betrachten. Da oben, auf einem Hügel steht was eigenartiges herum. Lass es uns erkunden… Quer durch die City in der rush hour, aber kein Problem! Navi hatten wir auch das Richtige eingegeben und wir landeten punktgenau bei Памятник защитникам Советского Заполярья…. Denkmal für die Verteidiger des sowjetischen Arktis

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Die Aussicht von hier oben ist gewaltig. Diejenigen die das Teil hierher gebastelt haben, wussten warum!

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Danach wollten wir noch zum Atom-Uboot, nicht im Sperrbezirk! Das entpuppte sich aber als Museum in einer kleinen Halle. Haben wir dann gelassen. Aber der Weg dahin war schon interessant. Es kam die einhellige Meinung auf, im Hafengebiet von Bremen kann jeder fahren, hier waren wir die einzigen mit einem Womo.

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Unser heutiger Platz sollte an einem See sein, zumindest laut Internet. Also diese Richung eingeschlagen. Eine scharfe Kurve, riesiges Polizeiaufgebot und Massenkontrolle. Alle wurden herausgewunken, außer wir. Wussten die das wir kommen?

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Dann ging es hoch in die “Berge”, Ort suchen… Natürlich erst mal vorbei gehuscht. War zu unscheinbar der Schotterweg. Kehrtwende und abgebogen. Nach zwei Kilometern Verbotsschild, und nun. Navi sagt weiter da lang… diesmal aufs Navi gehört.
Großes geschlossenes Tor, aber nicht abgeschlossen.

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Herr Tissen aus Kaliningrad hatte doch gesagt, man muss das Tor bloß aufmachen… Ob das auch für Murmansk gilt???

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Also weiter… Als nächstes Schranke mit Klingel, wo aber keiner reagiert…

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Aussteigen, rein, irgend jemanden wird schon reagieren…

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Und es klappt. Zweimal wurde Bigboss angerufen und schon war alles klar. 600 Rubel, knapp 10 € und Strom war am Womo. Oh, hier gibt’s WiFi, noch mal gefragt wegen Passwort und wieder musste Cheffe am Telefon herhalten. Irgendwie hat es ihm gereicht und er kam persönlich vorbei und brachte das … äh die Parole, wir waren im Netz!

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Vorher haben seine Mitarbeiter mir ein Willkommensbier spendiert. Das russische Bier kann man trinken! Hier noch ein paar Impressionen… weil wegen Grillen in Murmansk! Na gut, bei…

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Und so hell war es 01:23 Uhr hiesiger Zeit, bei uns in Deutschland wäre es 00:23 Uhr, genial!

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Gute Nacht für heute… morgen wieder!


Samstag, 23. Juli 2016, 20:43 OESZ

99800, Ivalo, Lappland, Finnland • 24°C Mostly Sunny

Heute sollte es weiter auf der “Lotta” Straße zur finnischen Grenze gehen. Da wir schon einiges an Zeit verloren haben und wir eh schon auf der Straße nach Finnland waren, wollten wir das Rentier-TV in Hamningberg ausfallen lassen (Norwegen-Varangerhalvøya)
Vorher noch Brunnenwasser tanken und eine herzliche Verabschiedung bekommen. Wir dürfen immer wieder hier parken, übernachten meinte er.
Natürlich ordentlich das Tor auf und zu gemacht. :ja:

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Auf dem Weg zur Hauptstraße, meine Lieblingspflanze am Wegrand, Wollgras…

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Die Straßen waren sehr unterschiedlich, einmal ging es aalglatt über die Straße, im nächsten Moment taten sich wieder Abgründe auf. Und das in unregelmäßigen Abständen. Hier musste man immer hell wach sein. So zog die Landschaft an uns vorbei….

Ca. 90 Kilometer vor der Grenze, STOPP-Kontrolle! Sehr erstauntes Gucken der Beamten, Passport bitte und dann verschwand er in sein Häusel.

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Als nächstes sah und hörte man ihn telefonieren. Einiges an seinen Fragen, mit wem auch immer konnte man verstehen. Andere Fahrzeuge, Russen zeigten Pass und konnten passieren. Dann sollten wir mal Platz machen und Däumchen drehen… Eine Viertelstunde später kam der gute Mann und reichte mir das Handy. Reden sie englisch, war die Frage. Diesmal verneinte ich das Ganze, ich wollte es sehr genau wissen, wenn möglich in deutsch. Wait a moment… Und schon war eine freundliche Beamtin dran und sprach deutsch. Grenzübergang ist bis Oktober geschlossen, nur Finnen, Russen und Weißrussen dürfen diesen benutzen. Und nun? Frau am Telefon – Wenn sie nach Finnland wollen, müssen sie über Norwegen fahren, Kirkenes, da dürfen sie unser Land verlassen. Tut mir leid, geht aber im Moment nicht anders. Entschuldigung! Und warum ist der Grenzübergang zu? Sie müssen über Nickel/Kirgnes fahren! Entschuldigung!! Ok, ok, alles klar…
Nichts war klar. Erstens wollte ich eigentlich am Grenzübergang tanken. Wo ist die nächste Tanke jetzt? Wie weit ist es denn bis nach Kirkenes? Fragen über Fragen….
Also den Beamten vor Ort ausgefragt… Ha, mit meinem tollen Russisch :lach: Aber es hat funktioniert. Tanken wo? где можно заправиться дизельное топливо? Ja, einiges lernt man unterwegs. Wieviel kommst du….? Сколько километров вы приходите? сто! (na gut, ich würde auch fast 200 km kommen). Eingeplant waren schon Umwege und Tankstellenknappheit, aber es wurde knapp. Dem guten Mann das Tablet in die Hand gedrückt und er wischte und schob fleißig die Karte auf den Punkt wo ich tanken kann.
Blieb uns nicht anderes übrig, als die Parallelstraße an der Grenze nach Nickel zu nehmen. Doch hier gab es auch eine geschlossene
Schranke….Doch der Mann trabte zu dieser und öffnete sie für uns und es ging los. Halt!!! Der gute Mann hatte noch einen Hinweis für uns, nach 13 km oder in 13 km??? Straße… er zeigte Wellenbewegungen an… Wir waren schon einiges gewöhnt… Also los, Navi zeigte 157km bis Kirkenes. Nach 13 km ging es wirklich los.

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Wau… Staub, Ratterpiste, Schotter und was sonst noch alles. Manchmal war auch ein Stück weggespült und der wehende, undurchsichtige Staub macht es noch spannender. Die entgegenkommenden Lkw’s waren so erstaunt , das uns alle grüßten. Wir haben unsere Reise per Dashcam aufgenommen. Kleine Videos kommen später dazu. (an dieser Stelle sei gesagt, genau hier hat die Dashcam versagt…. ……Schade. Ihr war wohl zu warm….) :(

So zogen sich Kilometer für Kilometer auf der in die Pampa gekippte Straße dahin. Anstrengend für Fahrer und Fahrzeug, aber trotzdem irgendwie abenteuerlich…..

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Kurz vor Nickel, ASPHALTIERTE STRASSE! Erholung pur!
Schnell im Ort für 0,53 € vollgetankt und ab Richtung Grenze. Hochsicherheit, Videoüberwachung, geharkte Weg und wiedermal Holperstraßen. Der Grund hierfür, arktische Flüchtlingsroute, aber es wird alles umgebaut und modernisiert, vom Feinsten!

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Hier konnte man denken, an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu sein. Geharkte Sandwege, Videocameras und Flutlicht links

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Doch zwischendrin merkte man, das der Straßenbau mächtig nachzieht. Alte Straße weg und weiter in den Fels gegraben, alles für breite, neue Straßen….

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Grenzkontrolle mittlerweile Routine. Ging auch alles ganz schnell. Nach einen Viertelstunde war alles erledigt. Wie immer, Vorposten Blick in den Pass und weiter…

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Kurze Stopp, Einweisung von weiten, wo man hin zu gehen hat….

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Trab, trab rein ins Gebäude. Hier das übliche, der Fahrer gibt als erstes Pass, dann die alte Zollerklärung der Beamtin vom Zoll (stimmt, waren fast immer Frauen). Suchen im Computer, alles klar, Stempel in den Pass. Dann der Passagier, einmal angeguckt, klack Stempel. Weiter zur Passkontrolle, natürlich der Fahrer zu erst. Tief in die Auge gucken, klack! Ebenso die Copilotin, klack… …. alle Stempel im Pass.
Raus zum Fahrzeug und die Kontrolle über sich ergehen lassen. Alles easy!

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Nochmal die Nachkontrolle, dieser wollte diesmal gar nichts sehen und schon waren wir aus Russland heraus. Schade! Ein wenig traurig waren wir trotzdem. Wo ist jetzt die Anspannung und Erkundungs – und Abenteuerlust??? Egal, wir fahren doch nächstes Jahr wieder!!!

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So, kurzes umdenken. Nicht mehr bei ROT einordnen! Wir haben nicht zu verzollen und liegen im Limit. Also Grün!

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Auch hier ins Häusel, nur Passkontrolle und wieder raus. Wie gesagt warten auf den Zoll, wegen Kaffee… Kurze Frage von ihm, ob wir was zu viel hätten. Sächsisches NÖ…. Gute Weiterfahrt….!

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Auf dem Parkplatz standen wir schon einmal, nur auf der anderen Seite. Damals ging es hier für uns nicht weiter und heute? Heute kommen wir von der ganz anderen Seite. Ein bissel stolz waren wir in dem Moment auf uns. Unser Hauptziel war geschafft! :ja: :ja: :ja: Wir haben bei Murmansk gegrillt!!!

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Und dann kam der Knaller, Wohnmobile über Wohnmobile… Wo kommen die auf einmal her, irgendwo ein Tor aufgegangen….?

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Schnell in Richtung Kirkenes auf der E6 bis zum Abzweig E75 und ab nach Finnland.

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Die Landschaft wurde total anders, große Seen…

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und das erste wilde tierische Leben. Bis hierher haben wir nichts, aber auch gar nichts an wilden Säugetieren gesehen.

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In Inari selbst noch einmal angehalten, denn hier lag ein Schatz :-)
Auf einmal sagte die Copilotin, hier in der Nähe haben wir schon mal gestanden, da war es nett! Ziel angesteuert und die 375 km Umweg schnell vergessen. Russlands Weiten halt…..

Übrigens habe wir unterwegs heraus bekommen warum wir nicht über die Grenzegekommen sind. Herr Putin und der finnische Präsident haben die arktische Flüchtlingroute bis Oktober zu gemacht. Den Grenzübergangndürfen nur Russen, Finnen und Weissrussen benutzen. Jetzt wurde mir auch das mit angehörte Gespräch des Grenzbeamten klar. Die haben versucht an oberster Stelle eine Ausnahme für uns zu erwirken. Da aber Ausnahmen, also wir als deutsche, nicht im Staatsvertag vorgesehen waren und keiner Ärger mit der anderen Seite haben wollte, mussten wir den kleinen Umweg in Kauf nehmen. Tja, wer rechnet denn damit, das da ein abenteuerlustiges Pärchen aus Deutschland da vorbeigeschneit kommt…. Aber, wie ich schon öfters gesagt habe, hilfsbereit bis zum Letzten. Das geht von den einfachen Leuten bis zu den Beamten, Respekt und Anerkennung!!!

Mit der Chefin vom Platz noch ein bisschen geschwatzt, weil wir doch in Rubel bezahlen wollten, als Scherz…
Platz gesucht…

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….essen, Bierchen trinken, ein paar Zeilen schreiben… Ach so, wieder mal Bett repariert und nun ist gut für heute…


Sonntag, 24. Juli 2016, 23:10 MESZ

945 91, Norrfjärden, Norrbotten, Schweden • 18°C Mostly Clear

Raus aus den Federn, es geht Richtung Heimat, da geht alles ein wenig schneller… und auch mehr Kilometer. Rauf auf die Piste und ein paar Kilometer gemacht. Bremspunkt Nummer wasweißich…..

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Doch irgendwann ging der Herr dann doch beiseite.
In Tankavaara kurz gehalten und einen kleinen Schatz gehoben. Den wollten wir schon letztes Mal mitnehmen, aber das war keine schöne Ecke. Nun verlegt und es sind keine Tretminen mehr im Weg. Natürlich wurde auch die Haushaltskasse aufgefrischt mit Aurum.

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Auf dem weiteren Weg fiel uns doch ein, man könnte dies und jenes noch gebrauchen und das zum Sonntag. Kein Problem in Finnland, der Konsummarket in größeren Städten hat auch da noch auf. Grillzeug und Grünzeug wurden im Womo verstaut. Wenn man weiter Richtung Süden fährt kommt man hier zwangsläufig vorbei.

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Na gut in Moskau waren wir nicht, aber Murmansk stand nicht dran :-) Na wo werden wir sein…. Richtig am

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Und der Kommerz tut sein übliches…

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… und das bei sage und schreibe 33 Grad…. Aber die Natur kam auch nicht zu kurz!

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Es dauerte nicht lange und Tornio war in Sicht. Kaum über den Torne älv und wir waren in Haparand. Willkommen in…

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Noch ein bissel durch die Gegend geistern und einen Platz suchen. Massencamping wollten wir nicht. Freistehen ging hier auch nicht so richtig, aber die Copilotin hatten richtigen Riecher.

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Noch ein wenig mit der Örtlichkeit vertraut gemacht und siehe da, auch ein Schatz war in der Nähe zu finden. Zufrieden konnten wir den heutigen Tag ausklingen lassen….

 


Montag, 25. Juli 2016, 22:19 MESZ

Borkavägen 97, Enånger, Gävleborg, Schweden • 20°C Mostly Sunny

Heute früh das Übliche, alles raus, Neues rein. Auf halben Weg noch schnell einen Schatz gehoben. War ein riesiger Baum mit gewaltigem Umfang. Genial, steht in keinem Reiseführer- hab ihn leider vergessen zu fotografieren, hier waren Mückenangriffe pur! Auf dem Navi stand eine ziemlich große Zahl. Die Copilotin hat schon mal ein bisschen vorgeplant…
Eigentlich gibt es heute so gut wie nichts zu berichten. Da wir an der Grenze von Estland zu Russland und an der russisch – finnischen Grenze Umwege in Kauf nehmen mussten, haben wir etwas Zeit liegen gelassen. War zwar mit eingeplant, aber man will ja immer noch eine kleine Reserve haben.

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Also die E4 langgeschnurrt um einiges aufzuholen. Zwischenstopp in Harnösand, Womo hatte Durst und wir ein wenig Hunger auf ein frisches Abendbrot.

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Etappenziel ignoriert und uns auf die Suche nach einer Übernachtung gemacht. Der Hafen von Hurdksvall war voll besetzt, also mussten wir weiter ziehen. Aber 30 km weiter gab es noch einen kleinen Hafen, kurz davor sogar einen Minizeltplatz. Wir haben lieber den kleinen Hafen genommen, 15 € mit Strom und schöner Aussicht.

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Aber so kommen wir einmal zeitiger in die Koje :-)


Dienstag, 26. Juli 2016, 23:18 MESZ

Uppebo 50–51, Hillerstorp, Jönköping, Schweden • 14°C Mostly Clear

Heute wollen wir noch einen Abstecher nach Ludovika machen. Alles nur wegen KABE. Den Händler hatten wir voriges Jahr aufgesucht, da ein kleines nerviges Teil in unserem Mietmobil gefehlt hat. Hatte man natürlich nicht, so musste ich ein wenig improvisieren. Aber in der großen Ausstellung standen genug Womos, nur Mal so zum gucken. Hier haben wir eigentlich das gefunden, was uns zusagt.
Da Ludovika “fast” auf dem Weg lag, war die Neugier natürlich groß. Was gibt es Neues… Zu unserer Verwunderung stand unser Modell immer noch da und der Preis ist auch um 200 000 gefallen. Natürlich keine Euro :-), SEK!
Am liebsten hätten wir ihn mitgenommen! Wir haben den Vergleich zum Nexxo 720 t live, selbe Raumaufteilung usw. Doch es hat ein kleiner finanzieller Anteil gefehlt. Außerdem hat uns der Leiter abgeraten, ein Womo in Schweden zu kaufen. So richtig schlau sind wir aus seinen Äußerungen aber nicht geworden. Hier ein kleiner Einblick….

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Sogar mit Trittbretter für Fahrer und Beifahrer!

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Dann ging weiter Richtung Örebro und Jönköping. Doch leider waren alle beliebten Plätze besetzt oder sogar überfüllt. Aber einen Ausgleich haben wir in Uppebo an einem kleinen See gefunden. Niedliches Plätzchen…

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Mittwoch, 27. Juli 2016, 20:34 MESZ

Birkevej, Mejdal, Mitteljütland, Dänemark • 17°C Mostly Cloudy

Es geht weiter Richtung Heimat…. wie man weiß geht das immer irgendwie schneller. Man war zwar eine ganze Weile auf Tour, aber es zieht… oder man könnte den Zustand ausdehnen bis zum geht nicht mehr. Leider hat man als Angehöriger der arbeitenden Bevölkerung aber nur eine begrenzte Zeit diesen Zustand zu genießen.

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Doch ganz so schnell sollte es doch nicht gehen. Fehlt hier nicht noch was? Na klar, das “Wappentier” der skandinavischen Länder. Und wie es manchmal so ist, kamen sie wie gerufen….

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Wenn das nichts ist…
Aber weiter geht’s über die großen Brücken nach Dänemark. Mal sehen ob unser Bizz das Auto noch registriert oder wir vor der roten Ampel stehen. Öresundbrücke erreicht, mit 30 km/h angeschlichen, erste Ampel keine Reaktion, Schranke hinten ging runter, zweite Ampel kurz vor dem passieren… GRÜN juhu!!! Schranke springt auf dritte Ampel grün und durch waren wir. Dann noch die Störebelt Brücke… Wau, das klappte auf Anhieb! Kein anstellen und bezahlen und mindestens fünfzig Fahrzeuge hinter uns gelassen.
Unterwegs nebenbei noch ein paar kleine Schätze gesucht und dann kam die Idee, warum nicht in Dänemark noch einmal Richtung Norden, weile so schön ist :-), so bis Holstebro. Tja und nun sind wir hier. Der CP ist vom Feinsten, muss man ehrlich zugeben. Für 234,50 DKK mit Strom, das sind ups 31,50€ .
Da wir keine DKK hatten, haben wir uns über die Zahl erstmal keinen Kopf gemacht. Jetzt nach der Umrechnung auch nicht. Ist für Familien klar geeignet. Nichts ist alt. Sieht aus wie alles neu gemacht, obwohl es den Platz schon länger gibt.
Morgen geht’s zurück in den Süden. Eckernförde steht auf den Plan, gute Freunde besuchen.

 


Donnerstag, 28. Juli 2016, 23:36 MESZ

Doktor-Karl-Möller-Platz , Eckernförde, Schleswig-Holstein, Deutschland • 16°C Mostly Clear

Alles ins Reine gebracht und los ging’s, natürlich die Schätze der Copilotin suchen – Munzee mit Namen. Die wichtigsten wurden eingesammelt und weiter geht es Richtung Süden. Diesmal wurde dem Navi vorgegeben, keine Autobahnen zu benutzen. Die Zeit die wir aufgeholt hatten konnte nun mit schauen in der Gegend genutzt werden.
Langsam die 11 heruntergetrudelt und da war doch noch was. Römö ist doch hier ganz in der Nähe. Wie wäre es mit Womo und Kaffee direkt an der Nordsee? Gesagt getan!
Kurzer Schwenker nach rechts und schon waren wir auf dem Damm zur Insel. Mindestens, geschätzte hunderttausend hatten wohl die selbe Idee, zumindest was auf der Straße zu sehen war. Doch danach war alles gut. Jeder findet ein Plätzchen hier, wenn man sich traut.

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Zwischen den gelben Dingern stehen wir…

Nachdem wir den befahrbaren Strand verlassen haben, kam mir der Gedanke, gibt es nicht noch einen kleinen Schatz für mich. Klar gab es den! Dieser führte uns an diese Stelle.

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Das hier ist die älteste und kleinste Schule in Dänemark. Wo steht so was im Reiseführer?
Die Schule wurde von 1784-1874 genutzt und hatte zeitweise bis zu 40 Schüler. Der Lehrer war immer ein alter Kommandeur, der stets direkt von den Eltern mit Geld oder Naturalien bezahlt wurde. Die Mädchen mussten reihum das Klassenzimmer saubermachen und die Jungen Feuerholz mitbringen und dafür sorgen, dass im gusseisernen Ofen Feuer war. Außerdem hat der Lehrer reihum bei den Eltern ein warmes Mittagessen erhalten.
Dann ging es auf Landstraßen in Richtung Eckernförde. Obwohl es hier ganz in der Nähe einen schönen Stellplatz gibt, sind wir bei unseren Freunden auch so untergekommen. Herzliche Begrüßung und schon gab es ein kleines Grillevent. Informationen wurden ausgetauscht, was man so verpasst hat. Alles in Allem ein gelungener Abend! Morgen gehts nach Celle, um das Womo auf die Übergabe vorzubereiten. Gute Nacht für heute!

 


Freitag, 29. Juli 2016, 21:21 MESZ

Schützenplatz, Celle, Niedersachsen, Deutschland • 22°C Partly Cloudy

Da wir in der Stadt geparkt und da übernachtet haben, hatten wir keine Lust auch dort zu frühstücken. Kurz ein Käffchen und los gings. Eigentlich wollten wir nach Sehestädt an den Nord-Ostsee-Kanal. Dort wurde der Parkplatz gebaut, also nix mit Frühstück und bissel Schiffe gucken.
Weiter Richtung Rendsburg. Hier zwischendrin ein Plätzchen gefunden und in Ruhe gefrühstückt. Dann langsam über die Landstraßen Richtung Celle getrudelt. Kurz vorher in Bergen unsere angesammelten Flaschenberge abgegeben. Bissel komisch haben die uns an der Kasse angesehen, da sie auszahlen mussten. Wer weiß was die Kassiererin gedacht hat. Ganz so runtergelumpert sahen wir gar nicht aus.
In Celle auf dem Schützenplatz Quartier bezogen und angefangen unseren treuen Begleiter von innen auf die Pelle zu rücken. Nebenbei Klamotten schon zusammenpacken, damit es morgen schneller geht. Nach dem Abendbrot noch schnell eine Munzeejagd gemacht und nun noch ein wenig entspannen und morgen unser Domizil der letzten drei Wochen abgeben.

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Mit der Zeit wurde es hier ganz schön voll….

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Kleine Abschiedsstimmung…

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Guts Nächtle…

Nachtrag für den 30. Juli 2016:

Zeitig aus den Federn, wir mussten bis 10 Uhr unser Womo übergeben. Auf das Gelände gefahren und schon wurden wir empfangen “müssen Sie noch umladen?” Natürlich, unsere Sachen wollten wir schon mit nach Hause nehmen. Während des Umladens kamen ganz schön lädierte Womos an. Einem VI scheint einer hinten reingefahren zu sein man oh man… Aber so sieht man mal wie so ein Teil aufgebaut ist. Leider vergessen zu fotografieren.
Bei uns keine Beanstandungen nach 10.001,8 km :-), 2000€ Kaution (wegen der Krisenländer) wiederbekommen und ab gings nach Hause. Die Waschmaschine wartet!

Gut angekommen, die erste Maschine wäscht schon! Nun heisst es, alles wieder einordnen und dem nächsten Urlaub sehnsüchtig entgegenfiebern…

Man könnte doch schon mal vorplanen??? Wir wissen doch jetzt wie es geht….. :ja: :ja: :ja: :mrgreen:

Hier schon mal eine kleine Übersicht der Strecke

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Viele Grüße von den Osteuropareisenden


 

ENDE

 

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